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Warum die Nintendo Switch die perfekte Konsole für Eltern ist

Als Softwareentwicklungsnerd habe ich natürlich auch schon immer etwas für Games übrig gehabt und gerade mit Kindern ist es ganz angenehm zur Entspannung und zum Abschalten ein wenig zu daddeln. Gerade in der ersten Zeit, als unsere Kinder noch Babys waren, habe ich ganz gerne zur Nintendo Switch gegriffen. Warum? Weil die Konsole für Eltern einfach perfekt geeignet ist. Sie hat ein paar Pluspunkte, die sie von Gaming-PCs, PlayStations usw. abhebt. Auch wenn die Grafik der Nintendo Switch nicht im Ansatz mit anderen Plattformen mithalten kann, liebe ich die kleine handliche Konsole. Keine Sorge: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, ich habe keine Switch für umsonst bekommen und gehe natürlich auch auf die Nachteile ein.

Ich will aber erstmal damit beginnen, was mir so an der Switch gefällt. Sie hat nämlich ein Feature, womit sie alle anderen Plattformen ausknockt: Man kann das Spiel jederzeit an jeder Stelle beliebig lange pausieren. Und das passiert mit kleinen Kindern natürlich sehr oft. Wenn ich abends eine Runde zocke und ein Kind wacht plötzlich auf und schreit, dann drückt man einfach auf den Standby-Schalter, stellt die Switch in ihre Docking-Station und das wars. Egal wann man weiter spielt, nach zehn Minuten oder auch nach ein paar Tagen, das Spiel geht exakt dort weiter, wo man aufgehört hat. Und das ist bei jedem Spiel so. Das ist beim PC schon unangenehmer. Viele Spiele kann man da ebenfalls jederzeit pausieren, aber dann heizt die Mühle ordentlich weiter, bis man wieder zurück kommt. Und genau das lässt sich nicht planen. Zudem braucht es bei mir seine Zeit, bis ich mir irgendwo ein Platz eingerichtet habe, alles angestöpselt habe, meinen Controller mit dem Notebook verbunden habe und bis dann das Spiel startet und alles läuft. Bei der Switch ist das alles viel einfacher. Einmal kurz Powerschalter antippen und es geht sofort da weiter, wo man zuletzt aufgehört hat. Da zockt man dann auch mal eine kurze Runde, wenn man nur mal eine viertel Stunde hat und das ist schon schön entspannend.

Die Spiele, die es für die Switch gibt, sind keine Grafikblockbuster. Natürlich haben die Nintendo Games ihren ganz eigenen Charme, den man auch mögen muss. Zelda Breath of the Wild ist auf jeden Fall ein echter Knaller. Aber ich habe auch abseits davon echt viele richtig spielenswerte Games entdeckt, die ich wohl so nie gezockt hätte. Darunter auch einige echt gelungene Indigames. Die Spiele bestechen dabei besonders mit ihrem Gameplay, das sich auf der Switch einfach richtig gut anfühlt, alleine schon, weil man das klassische Game-Boy-Retro-Feeling hat, das in dieser Form aktuell einzigartig ist. Anders als bei den Triple-A Titeln, die man für PC und andere Konsolen bekommt, ist die Switch damit auch perfekt für eine kleine Daddelrunde zwischendurch geeignet. Natürlich gibt es auch Switch Spiele mit richtig schönen Stories, aber in der Regel ist es nicht so, wie bei PC-Games, die mich viel mehr vereinnahmen und komplett in die Welt abtauchen lassen. Gerade diese Leichtigkeit finde ich immer sehr angenehm. Das ist einfach praktisch und super entspannend, wenn man plötzlich ein schlafendes Baby auf sich liegen hat, sich schnell die Switch schnappt und eine kleine Runde zockt. Egal wann der kleine Wurm dann aufwacht, unterbricht man das Spiel, legt sie einfach weg und kümmert sich um das, was wichtig ist.

Vor einigen Wochen habe ich mir dann eine neue kleine Switch Lite geholt. Nachdem ich nur im Handheld-Modus spiele, ist sie nochmal praktischer, da sie leichter ist und eine längere Akkulaufzeit hat. Zudem ist dies Zeit hervorragend geeignet, um eine Switch zu verkaufen und so habe ich für den Switchtausch eigentlich auch nichts bezahlt, da die Kosten für die neue Switch durch den Verkauf meiner alten Konsole schon gedeckt war. Mit dazu habe ich mir Super Mario Maker 2 geholt und bin sehr begeistert, weil es ein Spiel ist, das für unsere Kinder richtig gut geeignet ist. Die meisten Spiele sind einfach zu schwer und es ist für ein Kind schon eine Herausforderung mit den vielen Knöpfen und gleichzeitig Laufen, Springen und Schießen, das überfordert einfach. Mit Super Mario Maker 2 kann man aber selbst Levels bauen, die dann der Mario in gutem alten Game-Boy-Retor-Stil durchqueren muss. Da habe ich einige ganz einfache Levels gebaut, die auch für unsere Mädels gut zu schaffen sind. Ist etwas zu schwer, so dass es nur für Frust sorgt, dann baut man den Level einfach schnell um. Ist es zu leicht, dann kann man ein paar schwierigere Elemente einbauen. So kann man die Kinder immer ein bisschen kitzeln und fordern, gleichzeitig macht es aber auch Spaß. Auf jeden fall ist Super Mario Maker 2 ein echter Spieletipp für Kinder. Mit größeren Kindern sind Spiele wie Mario Kart oder Mario Party schöne Couch-Games, die man zusammen gut spielen kann. Aber dazu sind unsere Mäuse noch ein wenig zu klein. Und das Ziel ist es ja nicht, die Kinder zu kleinen Gamern zu machen, sondern ihre Geschicklichkeit und ihr räumliches Vorstellungsvermögen zu fördern. Daher sind die Spielesessions bei uns aktuell immer sehr kurz.

Hinsichtlich der Kosten bin ich bei der Nintendo Switch hin- und hergerissen. Wenn ich mein Gaming Notebook nehme, dann sind dafür die Spiele schon alle echt um einiges günstiger. Da bekommt man ein Assassins Creed Odyssey für 20 Euro und hat dann mehr als 60 Stunden Spielspaß. Oder gar GTA 5, das es jüngst sogar für umsonst gab. Wenn man ein wenig schaut, bekommt man viele Spiele im Sale für echt wenig Geld. Da erscheinen die Spiele für die Switch echt teuer und besonders für die begehrten Nintendo Titel wird ordentlich die Hand aufgehalten. Aber das ist halt auch immer zu kurz gedacht, denn die Switch kostet verglichen mit einem Gaming PC echt nicht viel. Die Frage ist also, ob man ohnehin schon einen starken Rechner zur Verfügung hat oder nicht. Viele Spiele auf der Switch habe ich dann doch so oft und lange gespielt, dass sich auch der volle Neupreis echt gut gelohnt hat.

Ein weiterer Nachteil der Switch ist die erheblich kleinere Spieleauswahl. Viele Spiele sind Portierungen älterer Titel oder Indigames und bei den großen Triple-A Titel bleibt die Switch zumeist außen vor. Da kommt es schon oft vor, dass man länger auf dem Trockenen sitzt. Das fand ich durchaus verschmerzbar, denn so viel Zeit zum Zocken hab ich nun auch nicht.

Spielt ihr mit euren Kindern Computerspiele? Habt ihr eine Nintendo Switch? Was für Erfahrungen habt ihr mit Videogames und euren Kindern gemacht?

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