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Bücher

Bücher und wieso wir sie lieben und sie überall bei uns zu finden sind

Wer unsere Wohnung betritt, der wird schnell feststellen, dass praktisch überall Bücher zu finden sind. In jedem Raum, in zahlreichen Ecken, überall verstreut und allgegenwärtig. Bücher für unsere lieben Kinder und Bücher für uns selbst. Wer unser Wohnzimmer betritt, der sieht zuerst einmal unser riesiges Bücherregal, das aus sieben klassischen und gut abgehangenen IKEA Billys besteht. Aber auch unsere Kinder haben ihre eigenen Regale. In diesem Beitrag findet ihr echt schöne Ideen für Bücherregale. Und ihr erfahrt, warum wir so viele Bücher haben.

Nachdem wir immer schon viel gelesen haben und ich mittlerweile ein richtiger Vielleser bin, ist klar, dass das auf die eigenen Kinder abfärben muss. Jedes halbe Jahr schaue ich mir die Verlagsvorschauen an und habe auch seit einigen Jahren einen Buchblog. Da ist natürlich klar, dass ich auch im Kinderbuchbereich immer mal wieder stöbere. Da gibt es auch richtig schöne Ausgaben, die vorzulesen und anzusehen auch mir richtig Spaß machen. Einige der Bücher stelle ich auf Hausnummer 9 in der nächsten Zeit noch vor.

Bei unserer ältesten Maus haben Bücher immer am meisten gezogen. Bei ihr war es schon immer so, dass ich sie mit Büchern immer ködern und für mich gewinnen konnte. Wenn sie sich aufregt, wütend ist, sich langweilt oder müde ist, wenn ich mich hinsetze und einfach anfange ein Buch vorzulesen, dann kommt sie sofort zu mir, setzt sich dazu, ist still und hört zu. Ich weiß gar nicht, wie viele Stunden ich schon vorgelesen habe. Es gab Wochen, da habe ich jeden Tag mindestens eine Stunde Bücher vorgelesen. Aber natürlich unterliegt auch die Lust auf Bücher Schwankungen und es gab auch Zeiten, da ging nicht viel. Oder es waren nur Wimmelbücher gefragt. Jetzt sind wir schon im nächsten Level und es gehen auch Bücher, die keine Bilder haben. Allerdings ist es über die Zeit immer schwerer geworden, Zeit zum Vorlesen zu finden, nachdem wir ja nun drei Kinder haben und man nur bedingt über mehrere Altersgruppen hinweg vorlesen kann. Was da momentan echt gut funktioniert und sehr beliebt ist, sind Märchen. Die gehen irgendwie immer und die kann ich auch mit meinen beiden Großen zusammen lesen.

In letzter Zeit bin ich mit Neuanschaffungen schon zögerlicher geworden. Wir gehen schon immer regelmäßig in die Bücherei und da gibt es bei uns kein Limit, wie viele Bücher man mitnehmen darf. Und da haben wir zum Teil schon echt riesige Berge mitgenommen. Gefühlt kenne ich jedes Bilderbuch von der Bücherei und ich glaube es gibt echt nur noch wenige Bilderbücher, die ich noch nicht vorgelesen habe. Trotz Bücherei und trotz heruntergefahrenem Kinderbücherkauf haben wir aber Berge von Bücher. Und nachdem wir mit drei Kindern auch einen weiten Altersbereich abdecken, haben wir auch immer viel bei uns griffbereit in der Wohnung. Das führt natürlich auch zu einigen Bücherschränkchen.

Zwei Bücherschränkchen für Kinder, die wir schon ewig haben, sind von Vertbaudet. Sie sind auf Rollen montiert und haben genau die richtige Größe für Kinder. Überhaupt gibt es bei Vertbaudet schöne Möbel. Irgendwann haben wir uns dann ein Zweites von den Bücherregalen geholt. Die stehen bei uns im Wohnzimmer und sind immer gut erreichbar und greifbar, so dass sich die Kinder jederzeit selbst bedienen können.

Wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt, haben wir auch einen riesigen Berg von Pixi Büchern. Die meisten haben wir auf dem Flohmarkt gekauft, ein paar geschenkt bekommen und ein paar waren Spontankäufe, wenn ich mit den Mädels im Bücherladen war. Irgendwann hab ich sie dann alle in eine fette Kiste gepackt und die steht oft unbeachtet unter dem Bett. Ab und zu ziehe ich sie dann aber raus und dann ist sie super interessant und wir machen eine Pixi-Lesesession. Und wer denkt „ach das ist ja nur ein kurzes Büchlein“, der kenn die Conni Pixis nicht. Conni backt Pizza und Conni im Krankenhaus habe ich ungefähr fünfhundert mal vorgelesen und die Geschichten sind einfach richtig lange. Da hockt man schon einige Zeit, bis man die vorgelesen hat.

Im Kinderzimmer haben wir ein schönes großes von Opa selbstgebautes Regal für Bilderbücher. Ein Bild davon sehr ihr ganz oben in diesem Beitrag. Es erinnert an ein Tellerregal und ist so gebaut, dass die Bücher von vorne zu sehen sind. Das Regal hängt bei uns etwas höher und da sind unsere schönsten Bilderbücher zu finden. Die Kinder müssen nur zeigen, was sie lesen wollen und ich sammle die Bücher ein und dann lesen wir sie zusammen.

Im Kinderzimmer hatten wir auch eine Ecke, in der wir die IKEA Bilderleisten aufgehängt haben. Dort kann man dann ebenfalls die Bücher so aufstellen, dass sie von vorne zu sehen sind. Aber mittlerweile haben wir sie wieder abgebaut, damit wir den Platz etwas besser nutzen können. Wir haben vor, zwei normale Regalbretter dort anzubringen und dann die Bücher wie in einem gewöhnlichen Regal abzustellen. Nachdem die Bilderbuchzeit sich bei unserer Größten dem Ende zuneigt, ist das etwas praktischer.

Es kostet durchaus Zeit, immer wieder die Bücher auszusortieren und eine passende Auswahl zu treffen. Wer regelmäßig mit seinen Kindern liest, bekommt schnell ein gutes Gefühl dafür, was geht, was fordert und was überfordert. Da habe ich dann immer einen Mittelweg gesucht, die Kinder immer mit ein wenig schwierigerer Lektüre gefordert, aber auch immer schön entspannende Geschichten vorgelesen. In Summe ist das gemeinsame Lesen aber richtige Qualitätszeit. Besonders ganz am Anfang ist das sehr interaktiv und kein Monolog und ich habe oft Fragen gestellt, Sachen suchen oder benennen lassen. Oder einfach gezeigt wo was ist und ein wenig dazu erzählt. Ich habe es mir auch angewöhnt beim Vorlesen auf die verschiedenen Elemente zu zeigen. Sprechen beispielsweise zwei Figuren miteinander, dann zeige ich immer auf die Figur, die im aktuell vorgelesenen Text gerade etwas sagt oder macht.

Ich war immer überrascht davon, wie viel die Kinder vom Gelesenen mitnehmen. Ich kann mich noch erinnern, wo unsere Große plötzlich „ach du grüne Pampe“ gesagt hat. Und ich hab sie gefragt, wo sie das denn her hat. Und sie konnte mir genau das Buch und die Seite mit dem Text zeigen. Überhaupt wusste sie von allen Büchern immer genau den Titel. Und das ist schon eine ganz schöne Leistung bei den vielen Büchern, die wir haben.

Einen festen Ort zum Lesen haben wir nicht. Das kann man ja praktisch überall. Im Bett, auf dem Sofa, auf einem Kissen vor der Heizung, in einer Kuschelhöhle, im Garten, in der Nestschaukel im Garten, in der Wiese, in der Hängematte oder im Auto. Ok, im Auto wenn ich natürlich nicht selbst fahre, was ganz gut geht. Ich lese vor, dann halte ich das Buch nach hinten, dass sie sich die Bilder ansehen können. Ich selbst lese ja immer auf der S-Bahn-Fahrt und habe mich daran gewöhnt, praktisch überall zu lesen. Egal ob um mich herum viel los ist oder nicht, egal ob sitzend oder stehend.

Hinsichtlich der sprachlichen Entwicklung merkt man das sofort, ob man mit seinen Kindern liest oder nicht. Natürlich schauen unsere Kinder auch Filme und es ist die gesamte Medienpalette für sie zugänglich. Den Wert schöner Bücher haben sie aber definitiv schon erkannt und schätzen gelernt. Etwas gemeinsam zu lesen, hat dann doch nochmal eine andere Qualität, als wenn sich jeder irgendwie berieseln lässt. Ich selbst schaue so gut wie gar kein Fernsehen und maximal ein oder zwei Filme im Jahr. Die Zeit die ich nur für mich habe ist einfach zu wertvoll.

Tja oben muss ich natürlich noch ein Bild von unserem schönen Lesesessel zeigen. Dort habe ich schon sehr viele Abende verbracht. Um darin gemeinsam mit den Kindern zu lesen, ist er leider zu schmal. Bücher zu lesen ist aber eine der schönsten Dinge auf der Welt und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einen so intensiven Zugang zur Literatur finden würde, wie ich ihn mittlerweile habe. Das viele Lesen ist etwas, dass ich aus meinem Elternhaus mitgenommen habe und ich hoffe, dass sich das auch dauerhaft auf meine Kinder überträgt. In dem Sinne kann ich nur auf das letzte Foto verweisen: Ab in die gemütliche Lesehöhle.

Wie ist das bei euch? Lest ihr viel mit euren Kindern? Habt ihr feste Rituale? Welche Bücher gefallen euren Kindern und euch am besten? Wie viel lest ihr selbst?

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